@ Matthäus Wuczkowski

Öko-Innovation

DUAL Ports – Innovative Lösungskonzepte für „grüne“ Häfen

BEITRAG VON Isabel Sünner

Am 10. Oktober 2018 hat das HWWI gemeinsam mit Niedersachsen Ports eine Dialogveranstaltung zum Thema „Green Port Solutions“ in Brüssel organisiert. Die Veranstaltung im Rahmen des Interreg-Projektes „DUAL Ports“ fand während der alljährlichen European Days of Cities and Regions 2018 in der Vertretung des Landes Niedersachsen bei der Europäischen Union statt.

Repräsentanten der maritimen Wirtschaft sowie maritimer Regionen und Häfen diskutierten mit Vertretern von EU-Kommission und Europäischem Parlament über innovative Lösungen zur Dekarbonisierung kleiner und mittlerer Hafenstandorte im Nordseeraum. Gemeinsam wurde anhand der Ergebnisse von Pilotmaßnahmen aus dem DUAL Ports-Projekt erörtert, welche Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, um den ökologischen Fußabdruck der Häfen zu verbessern und gleichzeitig deren Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Die Veranstaltung wurde eingeleitet durch ein Grußwort des Hausherrn, Wulf Blumenstein, Leiter der Niedersächsischen Landesvertretung in Brüssel. Anschließend gab Isabel Sünner, Leiterin Internationale Kooperation am HWWI, eine Einführung in das DUAL Ports-Projekt. Um die Innovationsfähigkeit regionaler Häfen zu stärken, testen im Rahmen von DUAL Ports Hafenpartner aus dem gesamten Nordseeraum gemeinschaftlich Maßnahmen zur Reduzierung von Kosten und CO2-Emissionen.

Als erste Hauptrednerin sprach Gesine Meißner, die Präsidentin der Intergroup Seas, Rivers, Islands des Europäischen Parlaments, über die politischen Rahmenbedingungen und Ziele, die dazu beitragen sollen, Potenziale für Öko-Innovationen in europäischen Häfen zu heben (Key Note: „Enhancing the Potential for Eco-Innovation in North Sea ports – Status quo and policy prospects”). Sie unterstrich dabei die Relevanz der Ergebnisse des DUAL Ports-Projektes und die Dringlichkeit, diese über die Projektgruppe hinaus bei maritimen Akteuren bekannt zu machen. Die Pilotprojekte für nachhaltige und intelligente Hafenbeleuchtung, nachhaltiges Hafenmanagement und Hafenausbau mit Restmaterialien zeigten, wie die Herausforderungen gemeinschaftlich angegangen werden könnten.

Als zweiter Hauptredner beleuchtete Felix Leinemann, Leiter der Abteilung Blue Economy Sectors, Aquaculture and Maritime Spatial Planning der Generaldirektion für maritime Angelegenheiten und Fischerei der Europäischen Kommission, die wirtschaftlichen Perspektiven von Öko-Innovationen im Bereich der Blue Economy (Key Note: „Eco-Innovation in Ports – opportunities for blue growth in a European perspective“). Entwicklungen neuer Technologien würden ein erhebliches Wachstumspotenzial schaffen. Zugleich unterstrich er dabei aber die Bedeutung des ökologischen Managements, der Berücksichtigung der Umwelt während des Entwicklungsprozesses innovativer Lösungen im Bereich der maritimen Wirtschaft.

Anschließend stellte Dr. Malte Jahn, Senior Researcher am HWWI, die Ergebnisse einer Kosten-Nutzen-Analyse für ausgewählte DUAL Ports-Pilotprojekte vor. Die Maßnahmen, die im Rahmen des Projektes in den Häfen von Emden und Vordingborg (DK) getestet wurden, wurden dabei nicht nur hinsichtlich ihrer betriebswirtschaftlichen Kosteneffizienz sondern auch hinsichtlich ihrer gesamtgesellschaftlichen Kosteneffizienz (Monetisierung des ökologischen Fußabdrucks) bewertet. Der ökologische Fußabdruck bezieht sich dabei im Wesentlichen auf die CO2-Emissionen aus dem Energieverbrauch, welcher den Projekten zuzuordnen ist.

Die Dialogveranstaltung endete mit einer Podiumsdiskussion zwischen den Repräsentanten der EU-Institutionen sowie Wirtschafts- und Hafenvertretern aus Belgien, Dänemark und Deutschland.

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Autorin

Isabel Sünner

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HWWI Policy Paper

Developing low carbon port potential: Cost benefit & carbon footprint analyses