© HWWI

Weltwirtschaft

Staatsschulden im globalen Abschwung

BEITRAG VON Henning Vöpel

Die Bedeutung von Staatsschulden und Fiskalpolitik werden wieder zunehmend diskutiert. Das betrifft sowohl die Politik selbst, die im Zeichen des sich ankündigenden konjunkturellen Abschwungs nach expansiven Spielräumen sucht, als auch die akademische Diskussion um die makroökonomischen Kosten und Wohlfahrtseffekte von Staatsschulden.

Der empirische Befund zeigt zunächst, dass die Staatsschulden weltweit fast ohne Ausnahme absolut und als Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Teil deutlich gestiegen sind. Die globale Finanzkrise und deren Folgen hatten in den meisten Ländern zu einem kräftigen Anstieg der Staatsschulden geführt, vor allem durch Konjunkturprogramme und das Stützen angeschlagener Banken. Deutschland hat den Schuldenstand in den letzten Jahren aufgrund eines außergewöhnlich langen, durch Sonderfaktoren begünstigten Konjunkturaufschwungs mit entsprechend geringen Transfers sowie hohen Steuereinnahmen und niedrigen Zinskosten zurückführen können. Aktuell sind die Zinsen auf zehnjährige Bundesanleihen wieder kurzzeitig in den negativen Bereich gerutscht, was zuletzt Mitte 2016 der Fall gewesen ist. Im Zeitraum von 2008 bis 2018 sind die Schulden vieler Länder gestiegen. In der Eurozone hat die Staatsschuldenquote von 2008 bis 2018 um 14,5 Prozentpunkte auf knapp 85 % des BIP zugelegt. Im gleichen Zeitraum ist die Schuldenquote der großen Industrienationen (G7) um 27 Prozentpunkte auf rund 117 % gestiegen. Einen großen Anteil an diesem kräftigen Anstieg hatten die USA, deren Schuldenstand im entsprechenden Zeitraum um 31 Prozentpunkte auf über 100 % des BIP anstieg ...

Den vollständigen Text finden Sie im aktuellen "Wirtschaftsdienst".

Weitere Artikel dieser Ausgabe

© B&E

Konjunktur

Politische Unsicherheiten belasten Konjunktur

BEITRAG VON Jörg Hinze und Henning Vöpel

Das HWWI erwartet eine Abschwächung des Wachstums im Jahr 2019 auf rund 1 Prozent. Fortsetzung eines gemäßigten Konjunkturanstiegs ist möglich, wenn die Politik ihre Hausaufgaben macht.
MEHR

Preis

Das HWWI gewinnt einen internationalen Preis

Das HWWI ist Gewinner des "Consensus Economics 2018 Forecast Accuracy Award for Germany". Die britische Organisation Consensus Economics hat das HWWI für seine Prognose des realen Bruttoinlandsprodukts und der Verbraucherpreise in Deutschland für das Kalenderjahr 2018 ausgezeichnet.
MEHR

© B&E

Rohstoffe

OPEC verschiebt Entscheidung über Produktionsmengen

BEITRAG VON Katrin Knauf

Die OPEC verschob ihr außerordentlich geplantes Treffen im April dieses Jahrs auf Juni 2019. Zuletzt hatte sich die OPEC im Dezember des letzten Jahres auf Produktionskürzungen von 1,2 Millionen Barrel pro Tag verständigt.
MEHR

Autor

Prof. Dr. Henning Vöpel

Publikation

Strategie 2030 – Staatsschulden, Berenberg & HWWI (Hrsg.)

DOWNLOAD PDF (english Version)