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Umwelt

Regionale politische Maßnahmen für die Kreislaufwirtschaft

– EU-Projekt REPLACE offiziell gestartet

BEITRAG VON Mirko Kruse und Isabel Sünner

Im Rahmen der „EU Week of Regions and Cities“ fand am 10. Oktober 2019 in Brüssel eine Diskussionsveranstaltung im Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss statt, bei der erörtert wurde, wie regionale Behörden ihre politischen Instrumente zur Kreislaufwirtschaft verbessern können. Einen Tag später wurde das Interreg Europe Projekt REPLACE mit einem Kick-Off Meeting der Projektpartner operativ gestartet.

In den kommenden 4,5 Jahren arbeiten Partner aus neun verschiedenen europäischen Ländern zusammen, darunter auf deutscher Seite das HWWI sowie – als assoziierter Partner – die Freie und Hansestadt Hamburg. REPLACE verfügt über ein Projektbudget von rund 1,8 Millionen Euro und wird durch die italienische Region Latium koordiniert. Beteiligt sind zudem Regionen aus Frankreich, Polen, Griechenland, den Niederlanden, Belgien, Rumänien und Portugal.

REPLACE möchte eine synergetische Nutzung der Mittel für die Kreislaufwirtschaft ermöglichen und die Wirksamkeit der politischen Instrumente auf regionaler Ebene steigern. Es verfolgt einen innovativen ganzheitlichen Ansatz, der sich nicht auf einen oder mehrere spezifische Aspekte der Kreislaufwirtschaft konzentriert, sondern die Strategieentwicklung und Governance-Konzepte in den Mittelpunkt stellt.
REPLACE („REgional PoLicy Actions for Circular Economy“) hat zum Ziel, den Übergang in eine Kreislaufwirtschaft und eine nachhaltige Entwicklung in den beteiligten Regionen zu fördern. Zu diesem Zweck soll die Entwicklung zielgerichteter regionaler Strategien unterstützt werden. Hierbei soll der Fokus auf Maßnahmen und Politiken liegen, die die Identifizierung, Aufwertung, Bewertung sowie Finanzierung von zirkulären Wertschöpfungsketten adressieren. Ein besonderer Fokus kommt dem Umweltschutz, der Transformation der Produktionsprozess, der Reduzierung von Abfällen sowie einer Erweiterung der Produktlebenszyklen zu.

REPLACE kann dabei auf den Erkenntnissen aufbauen, die im Horizon 2020-Projekt SCREEN gewonnen wurden. Das Projekt wird diese Erkenntnisse nutzen, um im interregionale Austausch politische Entscheidungsträger und Verwaltungsbehörden zusammenzubringen, mit der Intention, die regionalen operationellen Programme (ROPs) und ihre Leistungen im Bereich Kreislaufwirtschaft zu verbessern.

Neben der Entwicklung von Strategien und weitergehender Analysen soll auch ganz praktisch die regionale Bedeutung von Kreislaufwirtschaft in den einzelnen Partnerregionen beleuchtet werden. Der erste Stop dieser „circularitytour“ ist für Dezember in Leeuwarden geplant, wo die niederländische Provinz Friesland ihre Aktivitäten zum Thema Kreislaufwirtschaft vorstellt und ihre bisherigen Ergebnisse auf dem Weg in eine zirkulare Ökonomie präsentiert.

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Mirko Kruse
Isabel Sünner

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