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Ausgabe Herbst 2021

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Intelligente Spezialisierung

Das HWWI erweitert die Methodik zur Entwicklung transnationaler Smart Specialisation-Strategien

BEITRAG VON Melanie Mesloh, Jan Wedemeier

Bereits im April 2021 startete die Projektverlängerung des EU-Interreg Baltic Sea Region Projektes "GoSmart BSR" (2017-2021). Aus "GoSmart BSR" wurde somit "GoSmart & Excel BSR". Diese Verlängerung bis Ende 2022 zielt darauf ab, die im Projekt "GoSmart BSR" gewonnen Einblicke und entwickelten Methoden zu erweitern und mittels neuer Projektpartner vertiefende Erkenntnisse zu generieren. Vor diesem Hintergrund bot sich dem HWWI die Möglichkeit, die im ersten Projektteil entwickelte Methodik zur Entwicklung einer transnationalen Smart Specialisation Strategie (Trans-S3) in der laufenden Projekterweiterung sowohl geografisch als auch methodisch-inhaltlich weiterzuentwickeln.

Ergebnis dieser Weiterentwicklung der Trans-S3 Methodik ist eine neue Studie "Technical Report – Smart Specialisation and interregional cooperation in the Baltic Sea Region: Regional specialisation, trends and internationalisation potential" (siehe rechts). Das Papier analysiert anhand von vier Sequenzen sowohl die politisch-gesetzten Branchen der Smart Specialisation in der Baltic Sea Region (Sequenz 1) und stellt diese in Kontrast zu den empirisch-belegbaren Spezialisierungsgrad der Erwerbstätigen in den NACE Branchen der Baltic Sea Region (Sequenz 2), um die tatsächlichen Spezialisierungsfelder in der Makroregion Ostseeraum bestimmen zu können. Darüber hinaus wird die Resilienz jener Branchen in der Baltic Sea Region vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und technologischer Zukunftstrends bewertet (Sequenz 3) und der Internationalisierungsgrad der Länder und Branchen in der Baltic Sea Region (Sequenz 4) identifiziert.

Durch die Entwicklung dieser Trans-S3 für die Baltic Sea Region konnte das HWWI einen Grundstein zur Bestimmung einer transnationalen Smart Specialisation Strategie für eine EU-Makroregion legen. Zur Gewährleistung der Weiterverwendung des erstellten Wissens basiert die durchgeführte Analyse und Weiterentwicklung der Methodik auf öffentlich-quantitativen Datensätzen. Somit ist die Trans-S3 Methodik auch auf weitere Makroregionen übertragbar, wodurch eine größere Breite an Anwendungspotenzialen ermöglicht wird. Durch die Identifizierung von gemeinsamen Nennern in den Smart Specialisation Strategien der Makroregionen können wirtschaftliche Kooperationen und Innovationsvorhaben gezielt gefördert sowie Potenziale in der Generierung von internationalen Wertschöpfungsketten aufgezeigt werden.

Als nächsten Schritt (Sequenz 5) werden relevante Stakeholder der Baltic Sea Region wie beispielsweise Unternehmen, Forschungsinstitute, politische Institutionen und weitere interessierte Akteure zu regionalen Workshops in der Projektregionen eingeladen, um am sogenannten "Entrepreneurial Discovery Process (EDP)" teilzuhaben. Dieser letzte Arbeitsschritt der Analyse bietet die Möglichkeit, die Ergebnisse aus anwendungsorientierten Bezügen zu adressieren und weiterzuentwickeln, um nachhaltiges Interesse an der Entwicklung von Trans-S3 zu wecken und die Potenziale einer Trans-S3 auf regionaler Ebene zu aufzuzeigen.

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